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Mittelbayerische Zeitung:
Perlen aus dem Süden
Regensburger Kammerchor bot exquisite Kost
"... Nicht nur stilistisch in allen Satteln sicher, gestaltete man jedes Stück textgerecht. Sei es das kräftige „Regina caeli“ von Joan Cererols, Gabrielis festlicher Lobgesang auf den Habsburger Erzherzog Karl oder Gesualdos sechsstimmiges Responsorium „Tristis est anima mea“, voller Chromatik und Tücke, oder gar das mitreißende georgische Wanderlied „Tshkhenosnuri“ für Männerchor: jedes Stück ein eigener Kosmos.
... Auf welch gutem stimmlichen Material die Leiterin des Chores, Angelika Achter, aufbauen kann, zeigten nicht zuletzt die exzellenten Solobeiträge, meist kurze Einschübe, aber mit Arcadelts „II bianco e dolce eigno“ auch ein vorzüglich gelungenes, solistisch besetztes Madrigal.
... Ergänzung und klangliche Auflockerung waren die Beiträge des Gitaristen Jürgen Faderl, der einfühlsam und klangbewusst spanische und italienische Musik von Gareia Velasco, Albeniz, Legnani und Castelnuovo-Tedesco beisteuerte.
... Ein Konzert aus einem Guss, bestens konzipiert und vorbereitet, eine bei aller Vielfalt runde Sache, bei der man manch fesselnde Musik neu entdecken konnte. Wer danach auf die Uhr gesehen hatte, konnte nur feststellend, wie schnell zweieinhalb Stunden vergehen können ohne eine Spur von Langeweile."
Mittelbayerische Zeitung:
"...Mit weit ausladenden und suggestiven Gesten inspirierte Angelika Achter als Leiterin ihre Sänger zu einer vorzüglichen Leistung. Vom tragenden Piano bis in ein leuchtendes Forte hineinwachsend und die Klänge räumlich staffelnd bot der Chor dynamisch bis ins Letzte ausgefeilte Interpretationen, die auch, etwa beim jiddischen "Ot a Zoy", szenische Elemente einbezogen. Die machtvollen Klangsäulen von Bortnjanskijs Chorkonzert Nr. 15, die glockenartig schwingenden Einsätze in Lukaszewskis Ave-Maria-Vertonung oder die eigentümlich modale Melodiewendungen von "Bystra Wodicka": das alles nahm den Hörer gleichermaßen gefangen..."
Mittelbayerische Zeitung:
"...Angelika Achter dirigiert so, als wolle sie den ersehnten Klang aus den Luftmassen eigenarmig und -händig herausschälen, und zwar mit fließenden zugleich aber kraftvollen Bewegungen, mit weitausholender Expressivität, aber auch messerscharfer Präzision... Diese diszipliniert-engagierte Bewegungskultur setzt der Chor um in ein entsprechendes Klangprofil..."
Mittelbayerische Zeitung:
"..... seltener dürfte es der Fall sein, daß ein Ensemble unter Aussparung der historischen ,Mitte' alte Musik und Moderne zugleich so stilsicher pflegt, wie es beim ,Regensburger Kammerchor' der Fall ist... Auch hier zeigten sich die Mitglieder des Kammerchors zu äußerster Differenzierung fähig: kultiviert und elegant erklangen die Chanson-Kompositionen Francis Poulencs, mit Härte dagegen Bohuslav Martinus ,Pujdme' oder Hindemiths satirischer ,Frühling'. Vergnügen pur dann bei John Rutters ,Birthday Madrigals'..."
Kulmbacher Tagblatt:
"..... ein in allen Stimmlagen ausgewogen besetztes Ensemble..., das vor allem bei den A-Capella-Werken seine hohe Klangkultur demonstrierte. Angelika Achter ließ mit einer klugen Werkauswahl zwischen Altbekanntem und Neuem den Abend zu einem kurzweiligen abwechslungsreichen Erlebnis werden..."
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